Midea ist hierzulande weniger bekannt als Bosch oder Samsung, gehört aber zu den größten Hausgeräte-Herstellern der Welt – dieselbe Midea-Gruppe steht auch hinter der Marke Comfee. Das merkt man der V3 an: solide Großserientechnik zum fairen Preis. Sie ist das Gerät für alle, die ein passendes, sparsames Modell suchen und das Geld nicht in einen Markennamen stecken wollen.
Für wen ist die Midea V3 gemacht?
Die V3 mit 8 kg ist die richtige Wahl für einen Zwei- bis Drei-Personen-Haushalt, der ein zuverlässiges, sparsames Gerät zu einem vernünftigen Preis sucht. 8 kg reichen für den normalen Wäscheanfall und auch mal für eine größere Einzelladung wie Bettwäsche. Mit Effizienzklasse A ist sie obendrein günstig im Betrieb.
Weniger geeignet ist sie für große Familien mit viel Wäsche – dort lohnt sich ein 9-kg-Gerät wie der Testsieger Bosch WUU28T71 oder die Samsung WW90. Und wer maximale Langlebigkeit und Laufruhe sucht, zahlt für ein Bosch-Gerät bewusst mehr.
So schlägt sich die Midea im Test
Waschergebnis und Effizienz
Die V3 wäscht solide sauber und schleudert mit 1400 U/min kräftig – die Wäsche kommt angenehm trocken aus der Trommel. Bemerkenswert für den Preis ist die Energieeffizienzklasse A: Sie macht das Gerät über die Jahre günstig im Betrieb und ist eines der stärksten Argumente für das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.
Bedienung
Das Bedienkonzept ist einfacher gehalten als bei den Markengeräten, aber selbsterklärend. Die wichtigsten Programme sind ohne Handbuch erreichbar. Wer auf App-Steuerung oder ausgefeilte Spezialprogramme Wert legt, ist bei der Samsung WW90 besser aufgehoben – für den Alltag reicht die Ausstattung der Midea aber gut aus.
Verarbeitung
Ehrlich eingeordnet: An die Verarbeitungsqualität und Laufruhe eines Bosch-Geräts reicht die Midea nicht ganz heran, und sie läuft im Schleudergang etwas präsenter. Dafür bekommst du für deutlich weniger Geld ein vollwertiges 8-kg-A-Gerät von einem großen Hersteller. Für die meisten Haushalte ist das der bessere Deal.
Was die Messwerte verraten
Der eigentliche Star im Datenblatt ist die Effizienz: Mit 48 kWh pro 100 Zyklen hat die Midea V3 den besten Stromwert im gesamten Test – noch vor den teureren Bosch-Geräten mit 49 und 50 kWh. Pro Waschgang sind das rund 0,51 kWh, bei 0,35 € pro kWh also etwa 0,18 € je Wäsche. Beim Wasserverbrauch liegt sie mit 45 L im guten Mittelfeld. Die Restfeuchte nach dem Schleudern beträgt 49 % – rund 5 Prozentpunkte mehr als beim Testsieger, in der Praxis ein kleiner, aber spürbarer Unterschied bei der Trocknungszeit.
Bei der Lautstärke zeigt sich der Preisunterschied: 54 dB im Waschgang und 76 dB beim Schleudern liegen rund 4 bis 6 dB über den Bosch-Modellen – hörbar, aber für die meisten Aufstellorte unkritisch. Das Eco-40-60-Programm läuft mit 3:15 h (195 Minuten) sogar zügiger als bei Bosch, das Schnellprogramm wäscht 3,5 kg in 45 Minuten. Mit 15 Programmen inklusive Allergieprogramm ist die Ausstattung überraschend komplett.
Preis-Leistung in Zahlen
Rechnet man den Preis auf das Fassungsvermögen um, wird der Vorteil deutlich: Die Midea V3 kostet rund 37 € pro Kilogramm Fassung – das günstigste A-Gerät im Test und fast die Hälfte des Testsiegers (66 € pro kg). Mit 85 × 60 × 53 cm baut sie kompakt, und ihr Gewicht von 58 kg macht den Transport leicht. Für einen Zwei- bis Drei-Personen-Haushalt, der ein sparsames Gerät unter 300 Euro sucht, ist das die wirtschaftlich vernünftigste Wahl im Vergleich.