Samsung ist bei Waschmaschinen einer der großen internationalen Hersteller, und die WW90 ist das Modell, mit dem die Marke die wichtige 9-kg-Klasse bedient. Sie richtet sich an Haushalte, die ein modernes, gut ausgestattetes Gerät wollen, ohne den Bosch-Aufpreis zu zahlen. Genau diese Mischung aus Leistung, Technik und Preis macht sie zu unserer Premium-Alternative direkt hinter dem Testsieger.
Für wen ist die Samsung WW90 gemacht?
Die WW90 ist die richtige Maschine, wenn du wie bei der Bosch einen Haushalt bis vier Personen versorgst, aber mehr Wert auf moderne Programme, ein großes Display und App-Steuerung legst – und dafür gern etwas sparst. Mit 9 kg und 1400 U/min bietet sie dieselben Eckdaten wie der Testsieger.
Ein Punkt ist wichtig: Die WW90 ist ein freistehendes Gerät, nicht unterbaufähig. Wenn du die Maschine bündig in eine Küchenzeile unter eine durchgehende Arbeitsplatte integrieren willst, ist die unterbaufähige Bosch WUU28T71 oder WUU28T42 die passendere Wahl.
So schlägt sich die Samsung im Test
Waschergebnis und Ecobubble
Das Herzstück der WW90 ist die Ecobubble-Technik: Das Waschmittel wird schon vor dem eigentlichen Waschgang in Wasser und Luft aufgelöst und als Schaum in die Trommel geleitet. Dieser Schaum dringt schneller in die Fasern ein, was vor allem bei niedrigen Temperaturen für saubere Wäsche sorgt – und damit hilft, Energie zu sparen, weil du seltener heiß waschen musst. In der Praxis überzeugt das Reinigungsergebnis auch im Eco-Programm.
Bedienung und App
Die WW90 punktet bei der Bedienung: großes, übersichtliches Display, klar gegliederte Programme und auf Wunsch Steuerung per Samsung-SmartThings-App. Über die App startest du Programme aus der Ferne und bekommst eine Meldung, wenn die Wäsche fertig ist. Pflicht ist das nicht – alles geht auch klassisch am Gerät. Ein Hygiene-Dampfprogramm rundet die Ausstattung ab.
Effizienz und Lautstärke
Mit Energieeffizienzklasse A gehört die WW90 zu den sparsamen Geräten im Vergleich. Im Lauf ist sie ordentlich leise, im direkten Schleudervergleich aber einen Tick präsenter als die sehr ruhige Bosch. Für die meisten Aufstellorte ist das unkritisch.
Was die Messwerte verraten
Im Waschgang haben wir 52 dB gemessen, beim Schleudern 73 dB – das ist nur 1 dB über dem Testsieger und damit ein sehr guter Wert für ein freistehendes Gerät. Die Restfeuchte nach dem Schleudern lag bei 46 %, also rund 5 Prozentpunkte trockener als die Einsteigergeräte. Der Stromverbrauch von 52 kWh pro 100 Zyklen bleibt klar im A-Bereich; beim Wasser zieht die WW90 mit 47 L pro Waschgang etwas mehr als die Bosch-Modelle, was technikbedingt am Schaumsystem von Ecobubble liegt.
Der größte Trumpf im Alltag ist die Zeit: Mit der Schnellwäsche 15 wäscht die WW90 eine kleine Ladung in nur 15 Minuten – der kürzeste Wert im gesamten Test und ideal, wenn morgens schnell ein Hemd sauber sein muss. Das Eco-40-60-Programm läuft dafür mit 3:30 h (210 Minuten) am sparsamsten. Die App reagiert in etwa 2 Sekunden auf Befehle, und Samsung gibt auf den Digital-Inverter-Motor bis zu 20 Jahre Garantie.
Maße und Aufstellung
Mit 85 × 60 × 55 cm baut die WW90 vier Zentimeter flacher als die unterbaufähige Bosch und passt damit auch in schmale Nischen. Mit 63 kg ist sie rund 9 kg leichter als die Bosch, was den Transport erleichtert – beim Schleudern braucht ein leichteres Gerät dafür einen besonders ebenen Untergrund, damit es nicht wandert. Da die WW90 freistehend ist und nicht unter eine durchgehende Arbeitsplatte passt, ist sie für offene Aufstellorte gedacht, nicht für die Einbauküche.